31 Dezember 2009

Letzte Meldung des Jahres

Wollte nur noch mal das festhalten, was ich ja bereits am 11.08. angemerkt habe - irgendwas haben die hier verändert! Mal dauert das Veröffentlichen der Posts ewig, und fast immer nerven die merkwürdigen Zeilenümbrüche, die der veränderte Editor generiert.

Früher war alles besser. Gilt 2010 wahrscheinlich auch noch.

Wiederhören.

n.p.: Black to Comm - Alphabet 1968
(ein am letzten Tag des Jahres entdecktes 2009er-Album, das ich mir mal genauer anhören muss)

27 Dezember 2009

Nachtrag: Platten des Jahrzehnts

Vermutlich werde ich auch in Zukunft noch Platten finden, die eigentlich auch in die Listen gehört hätte, die ich hier schon reingestellt habe (hier und hier). Bei Third von Portishead war mir das allerdings irgendwie schon in dem Moment klar, als ich die beiden Jahrzehntsampler eingetütet hatte.

Ein bisschen sind sie allerdings selbst dran schuld, denn das VÖ-Datum Ende April 2008 machte aus Third ja irgendwie ein Sommeralbum, und wenn es eines gibt, was Portishead nicht können, dann sind das wohl Sommeralben. Ich nahm mir also vor, die Platte erst so ab Spätherbst intensiv zu hören, aber natürlich hatte ich das bis dahin vergessen.

In meinem Rückblick auf das Jahr 2008 tauchte sie zwar dennoch auf, aber nur in der Rubrik "auch noch gut waren". Das lag daran, dass mir wohl aufgefallen war, wie besonders das Album war, aber zu diesem Zeitpunkt hatte ich es nicht so oft gehört, um einen Bezug zu ihm aufbauen zu können. Stattdessen rückte es quasi mit dieser Nennung auf der Alben-die-ich-mir-mal-genauer-anhören-muss-Prioritätenliste noch einmal ein gutes Stückchen höher, aber es musste trotzdem noch zehn Monate dauern, bis dies dann auch tatsächlich geschah.

Mittlerweile bin ich fast der Meinung, dass Third unter die ersten zehn des Jahrzehnts gehört, denn Portishead haben das Rezept ihrer beiden ersten Alben in die Tonne getreten, ohne es dabei zu verleugnen. So toll Dummy und der selbstbetitelte Nachfolger waren, wäre es mehr als zehn Jahre danach aus künstlerischer Sicht m.E. lächerlich gewesen, noch einmal sowas zu machen. Stattdessen servierten sie krautiges Lo-Fi-Zeugs, das mitunter ziemlich sperrig daherkam (die erste Singleauskopplung Machine Gun war diesbezüglich schon sehr frech gewählt). Und dieser Mut wurde belohnt, denn die Platte hat sich gut verkauft und meist sehr gute Kritiken eingefahren. Recht so!


Ich habe jetzt nicht wirklich Lust,  das für mich aus diesem Album herausragende Stück Hunter nachträglich noch in einen der beiden Jahrzehntsampler einzubauen, aber reingehört hätte der Song definitiv. Mal gucken, ob ich die Dinger noch auf Festplatte habe, dann mache ich es vielleicht doch noch.
Andererseits ist dieser Blogeintrag ja wohl nachträgliche Huldigung genug, oder!?

P.S.: Unlängst haben sie einen neuen Song auf ihre Website gestellt. Offenbar verfolgen sie den auf Third eingeschlagenen Weg weiter. Ob sie danach wieder elf Jahre Pause machen und erst dann wieder was Neues und Überraschendes raushauen?

n.p.: Portishead - Third 
(wenn man das Vinyl davon hört, wünscht man sich, dass alle Platten als Doppel-Vinyl mit 45rpm rauskommen)



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26 Dezember 2009

2009

Fünf Tage vor dem Jahreswechsel kann man das ja wohl machen...

ALBEN (einfach mal alphabetisch, weil ich die dieses Jahr bis auf die beste einfach nicht in eine Reihefolge kriege):
Andromeda Mega Express Orchestra - Take off!
Gavin Castleton - Home
Dÿse - Lieder sind Brüder der Revolution
Kiss Kiss - The Meek shall inherit what's left
The Mars Volta - Octahedron
Omar Rodriguez-Lopez - Xenophanes
Skeletonbreath - Eagle's Nest, Devil's Cave
Sonic Youth - The Eternal
Sufjan Stevens - The BQE
Tapetto Traci - Neurula
TeTsuo - Cousu Main
Urlaub in Polen - Liquid
We Insist! - The Babel inside was terrible


EPs: 
Cage - I never knew you EP
Wyo Stars (Ex-Howl) - Basuco Spells EP
schnAAk - women on ships are bad luck
Ulme - The Sea in me
Urfaust - Einsiedler


DEMOS:
Bros N'Cons - Demos
Party Girls - Shitty Demos


SONSTIGES:
Dÿse - Plaste 

Gut waren auch noch:
The Adrian Belew Power Trio - e
Celan - halo
Evangelista - Prince of Truth
Michael Clay & Adrian Belew - a cup of coffee and a slice of time
Les Claypool - Of Fungi and Foe
The Cocker Spaniels - Sometimes You Gotta Fight To Get A Bit Of Peace
Drums Are For Parades - Artificial Sacrificial Darkness in the Temple of the Damned
Eisenvater - IV
Heaven & Hell - The devil you know
Ilse Lau - Abbreviation Hits
Mastodon - Crack the Skye
Mouth - Rhizome
Napalm Death - Time waits for no Slave
Stebmo - s/t
Upsilon Acrux - Radian Futura
The Void's Last Stand - A Sun By Rising Set
Zombi - Spirit Animal


Nicht so gut wie erhofft waren:
Absztrakkt - Das Buch der drei Ringe
Cougar - Patriot
John Frusciante - The Empyrean
Keelhaul - Triumphant Return to Obscurity
OSI - Blood
Devin Townsend Project - Ki

Ulme - tropic of taurus

JAHRESSAMPLER (17 Tracks in genau einer Stunde)
01 Wyo Stars - Glown
02 Ulme - Clonus
03 Stebmo - Holding Patterns
04 The Cocker Spaniels - Small Stone
05 We Insist! - Cogent Stories
06 Tapetto Traci - Déraison
07 TeTsuo (feat. Dawn McCarthy) - Bill's Men
08 Gavin Castleton (feat. Lauren Coleman) - Sugar on the Sheets
09 Skeletonbreath - Dick Tracy
10 Kiss Kiss - Hate
11 Cougar - Florida Logic
12 Urlaub In Polen - Sweet Candy Piper
13 Sonic Youth - Malibu Gas Station
14 Omar Rodriguez-Lopez - Maria Celeste
15 The Mars Volta - Teflon
16 Dÿse - Supermachineeyon
17 Michael Clay & Adrian Belew - Union Terminal 

n.p.: Django Reinhardt - Djangology - The Complete Recordings 1934 - 1937 (gerade MP3-mäßig für 4,99.- bei amazon abgegriffen)

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21 Dezember 2009

Ins Detail gegangen (Nachtrag: Lieblingsband)

Wie gesagt - von The Mars Volta würde ausnahmslos jedes der fünf Studioalben die Höchstnote bekommen. Oft genug frage ich mich aber dann doch, welche von ihnen denn wohl meine Lieblingsplatte von ihnen sein könnte.

Nun denn...

De-loused In The Comatorium ist mein Lieblingsalbum von TMV, weil es damals so eine Überraschung war. Zwar hatte ich bekanntlich schon bei Relationship Of Command von At The Drive-In gemutmaßt, dass da jemand ein bisschen zu viel King Crimson gehört hat; aber nicht nur weil ich dafür ausgelacht wurde, war ich mir diesbezüglich dann doch etwas unsicher.
Das Debütalbum der neuen Band verriet aber, dass King Crimson wohl nicht die einzige Prog-Band war, die offenbar gerne gehört wurde, denn hier hörte ich Sachen raus, die für die alternative crowd ziemlich unsexy waren. Ich hielt die ganze Sache geradezu für einen Affront oder aber einen Witz - das konnten die doch nicht ernst meinen!
Mir gefiel das super, aber wie viele ATD-I-Fans kann man bitteschön vor den Kopf stoßen, wenn man ihnen derart komprimiert Einflüsse um die Ohren haut, die diese Leute im Original nicht mal mit der Kneifzange anfassen würden? Geile Sache!

De-loused in the comatorium
kann aber nicht mein Lieblingsalbum von TMV sein, weil sämtliche Alben danach sonst abgewertet würden. Zu diesem Zeitpunkt konnte man nur erahnen, was für eine besondere Band sie waren, aber wissen konnte man noch nicht, ob sie diese Qualität würden halten können. Und vielleicht war es ja tatsächlich nur ein Witz!?

Frances The Mute
ist mein Lieblingsalbum von TMV, weil sie sogar noch eine Kelle drauflegten und nun endlich die ersten zugeben mussten, dass sie nicht mehr gewillt waren, dieser Band zu folgen. Und diejenigen, die sich das noch nicht eingestehen konnten, waren zumindest zum größten Teil schon mal verwirrt. Sowas finde ich immer super, ebenso wie den Größenwahn, der sich hier erstmals andeutete.

Frances The Mute
kann aber nicht mein Lieblingsalbum von TMV sein, weil die Band doch tatsächlich zugunsten von ein bisschen Geplucker und Gefiepe darauf verzichtete, den wunderbaren und m.E. für den Hörkontext ungemein wichtigen Titeltrack mit auf das Album zu nehmen. Größenwahnsinn schön und gut, aber geht's noch?!


 Amputechture ist mein Lieblingsalbum von TMV, weil ich es erst blöd fand. Mag komisch klingen, aber es ist doch so, dass Platten, mit denen man erst nichts anfangen kann und die dann auf einmal "Klick" machen, am Ende immer besonders gut und nicht selten sogar besser als andere sind, auf die man sofort steil gegangen ist. Amputechture war für mich zunächst einmal zu sperrig und unhörbar, als dass ich mich damit beschäftigen wollte.
Mit der Band hatte ich dann auch schnell abgeschlossen, worüber ich gar nicht so traurig war, denn die Gewissheit, sowas wie ein Fan von irgendwas zu werden, verursacht bei mir immer  Bauchschmerzen. Dann wurde mir jedoch unverhofft mit dem darauf folgenden Album The Bedlam in Goliath der Glauben an die Band zurückgegeben, und im Überschwang der Gefühle machte ich dann doch noch einmal einen Versuch. Interessanterweise hat das dann beim ersten Hören geklappt, und ich konnte gar nicht verstehen, warum ich sie erst nicht gemoch hatte. Sachen gibt's...

Amputechture
kann aber nicht mein Lieblingsalbum von TMV sein, weil das darauf enthaltene Asilos Magdalena der mit Abstand ätzendste Song der Band ist. Bestätigt wurde mir das spätestens beim Konzert im Palladium in Köln, als sie es im Akustikpart zum Besten gaben. Diese Einlage bremste für mich ein bis dahin rasant-tolles Konzert aus, und nachdem sie ihre Akustikeinlage angepisst beendet hatten, weil irgendwer in der ersten Reihe zu viel gequatscht hatte, bin ich nicht mehr reingekommen (es kam aber zum Glück auch nur noch ein knapp 20-minütiges Stück). Schlimmes Lied!

The Bedlam in Goliath ist mein Lieblingsalbum von TMV, weil sich die Band damit -wie gesagt- wieder bei mir zurückmeldete. Mit diesem überkandidelten, übertriebenen und zugekoksten Album war 2008 für mich eigentlich schon im Frühjahr musikalisch gelaufen, weil es besser nicht mehr werden konnte.

The Bedlam in Goliath kann aber nicht mein Lieblingsalbum von TMV sein, weil diese Adelung einer Drogenverherrlichung gleichkommen würde. Manchmal ist weniger mehr, und immer so viel kann sich selbst der hartgesottenste Hörer nicht täglich antun.


Octahedron ist mein Lieblingsalbum von TMV, weil es -ähnlich wie bei Amputechture- ein bisschen gedauert hat, bis es sich bei mir gesetzt hat. Es war zwar nicht so schlimm, dass es mir gar nicht gefiel, aber es erschien mir einfach wenig spektakulär, was aber nach The Bedlam in Goliath auch zu erwarten gewesen war.
Wie dem auch sei - nachdem ich mich eigentlich schon dazu entschieden hatte, dass Xenophanes von Omar Rodriguez-Lopez für mich die bessere TMV-Platte 2009 war, fiel mir wieder einmal von jetzt auf gleich auf, dass die Songs alle unglaublich gut waren und eine ruhigere Platte wie diese das Beste war, was sie nach The Bedlam in Goliath rausbringen konnten.

Octahedron kann aber nicht mein Lieblingsalbum von TMV sein, weil die Band zum ersten Mal berechenbar geworden war. Sie hatten schließlich angekündigt, eine ruhigere Platte folgen zu lassen, und an Octahedron war ergo rein gar nichts überraschend. Alle Platten vorher waren immer überraschend gewesen, weil man nicht wusste, was auf einen zukommt. Octahedron hingegen fügt sich ein bisschen zu glatt in die Diskographie ein.

Fazit: Als Musikkonsument freue ich mich, dass im Falle The Mars Volta tatsächlich immer das Album am besten für mich ist, das ich gerade höre. Besser geht's eigentlich nicht, oder!?
Interessant bleibt natürlich abzuwarten, wann sie das Album veröffentlichen, bei dem das nicht mehr so ist. Ich muss mich jetzt schon mal dazu zwingen, sie in diesem Fall nicht sofort fallen zu lassen. Das würde nämlich zu mir passen, wäre aber wohl ziemlich unfair...

now playing: Jahressampler


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12 Dezember 2009

Verhinderte(r) Musiker

Musikkritikern hängt man ja gerne an, dass sie nur deshalb so gerne an Musik rummäkeln, weil sie selber nie geschafft haben, etwas annähernd so Veröffentlichungswertes auf die Reihe zu bekommen. Gleiches gilt für Musiknazis wie mich, und vermutlich ist sogar was dran.

Habe mir ja letztens eine neue Gitarre gekauft, nachdem ich schon ewig nicht mehr richtig gespielt hatte. Anfang des Jahres hatte ich bekanntlich erstmals seit langer Zeit mal wieder einen richtigen Gitarrentrack gemacht; in den Jahren seit 1996 war da nicht mehr so viel, und daghoti. war vor allem Samplegeschiebe, bei dem ich nur hier und da mal was Kleines eingespielt habe.

Naja, so langsam hatte ich halt wieder Lust, und die neue Gitarre sollte nach der Initialzündung dazu führen, dass ich mich mal wieder mit diesem Instrument beschäftige. Bühnentauglich bin ich schon lange nicht mehr, und ich habe sogar festgestellt, dass ich im Stehen eigentlich gar nicht mehr spielen kann! Muss ich aber auch gar nicht, weil ich in den letzten Jahren eh immer nur gesessen habe, wenn ich was aufgenommen habe, und Robert Fripp sitzt ja schließlich auch.

Ca. zehn Jahre lang habe ich in Bands gespielt, bis ich es 1995 drangegeben habe, weil es sich gerade so ergab. Mit Ausnahme meiner letzten Band war ich immer für eine der jeweils zwei Gitarren zuständig gewesen, gleichzeitig aber auch für den Gesang, weswegen meine Parts dann oft eher überschaubar waren.
Nichtsdestotrotz konnte ich immer gut blenden, so dass jeder dachte, ich wäre richtig gut. Bei dem ersten Konzert meiner ersten richtigen Band habe ich z.B. bei der Bandvorstellung so ein völlig billiges Tapping-Solo gespielt, das offenbar so nachhaltig beeindruckte, dass ich fortan keine Rechenschaft mehr darüber schuldig war, wie gut oder wie schlecht ich bin. Tatsache war aber, dass ich mir oft genug einen abgebrochen habe, um die Sachen hinzukriegen, die sich unser erster Gitarrist so für mich ausgedacht hatte.
Bei der letzten Band, in der ich Gitarre spielte, hatte ich gegen Ende mal den Ehrgeiz, mehr zu spielen und gleichzeitig zu singen, was auch irgendwann ganz ordentlich klappte, aber dann bin ich bescheuerterweise wegen meiner damaligen Freundin () ausgestiegen und habe das nicht mehr weiter verfolgt. In der Band danach spielte ich Keyboards, da hatte sich das mit dem Gitarrespielen eh erledigt.

Ich bin nicht so der leidenschaftliche Festbeißer, und die Phasen in meinem Leben, in denen ich mich tatsächlich an etwas festbeißen wollte, sind von daher auch rar gesäht, aber zu dieser Zeit hätte es mit der Gitarre sogar klappen können.
Gitarre zu üben, hatte ich schon zu Zeiten, als ich noch Unterricht hatte, nie so recht eingesehen, und so habe ich meine Hausaufgaben dann immer erst eine halbe Stunde, bevor der Gitarrenlehrer kam, mal eben schnell gemacht. Begeistert war er selten, mir war's egal, weil der eh nur Sachen mit mir gemacht hat, die ich doof fand.
Hatte aber komischerweise auch umgekehrt irgendwie nie großen Bock, irgendwelche Lieblingsstücke oder Gitarrensoli zu lernen. Nach so Lagerfeuer-Nummern stand mir auch nie der Sinn, wobei ich das vielleicht schon gerne gekonnt hätte, aber drum kümmern wollte ich mich dann halt doch nie.
Wie gesagt - ich bin nicht so der Typ, der sich für sowas hinsetzt und stundenlang abmüht. Ich gebe mich schneller mit dem zufrieden, was ich habe, und fummle dann halt rum, bis ich das Gefühl habe, dass es mir gefällt. Dabei sind durchaus auch sehr geile Sachen rausgekommen, manchmal auch zufällig, was ich aber gar nicht verwerflich fand/finde. Ist so ein bisschen wie Scheitern als Chance...

Was ich damit sagen will - ich bin ein lausiger Gitarrist. Auch ein furchtbarer Sänger. Und Keyboards kann ich eigentlich auch nicht spielen. Geige und Xylophon, beides als Kind mal gelernt, kann ich auch nicht mehr; vielleicht konnte ich es nie, ist aber auch schon zu lange her, dass ich mich wirklich dran erinnern könnte. Auch nicht Bass, Schlagzeug und was ich über die Jahre sonst so spaßeshalber mal angepackt habe. Ich dilettiere halt so vor mich hin.
Und ja - vermutlich kompensiere ich sogar eigene Unzulänglichkeiten, wenn ich z.B. in meinen Ohren ätzendes Drumming wie das von Isis runtermache oder auch sonst gerne Haare in der Suppe suche und meist auch finde. Hören kann ich das nämlich schon, und ich wüsste auch, wie es besser gehen würde, aber besser machen könnte ich es selber so gut wie nie. Aber man kann ja zumindest so tun, nech!?

Nein, nein, das ist jetzt kein fishing for compliments hier, sondern durchaus ein Geständnis oder sowas in der Art. Vielleicht muss ich mich einfach ein bisschen unter Druck setzen, damit ich tatsächlich mal langsam mehr Gitarrespielen übe. Zumindest hängen die Klampfen hier jetzt alle schön an der Wand. Sieht nicht nur schick aus, sondern erinnert mich immer wieder an meinen Vorsatz, und tatsächlich nehme ich die eine oder andere zwischendrin auch mal runter, und wenn es nur für zwei Minuten oder sogar manchmal nur für ein Riff ist.
Grundsätzlich hätte ich nämlich möglicherweise wirklich noch mal Lust darauf, a) es krachen zu lassen und b) mal Sachen zu spielen, bei denen ich mich nachher selber wundere, dass ich sie gespielt habe. Und vielleicht auch noch mal auf eine Band. Als ich letztens im Wohnzimmer zu Supermachineeyon von Dÿse abrockte, meinte meine Frau, ich solle doch noch mal sowas machen. War mir vorher gar nicht so in den Sinn gekommen, zumindest nicht bewusst. Mal gucken...

n.p.: Andromeda Mega Express Orchestra - Take off! (Show off! ;)

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07 Dezember 2009

Lieblingsband

Die Frage "Was hörst Du denn so?" ist ja schon schlimm genug, denn was soll man denn bitteschön mit knapp drei Jahrzehnten Hörerfahrung und einer vierstelligen Anzahl von Tonträgern auf diese Frage mal eben antworten (dabei fällt mir ein, dass ich mal einen kannte, dessen damals ca. 300 CDs alle grob aus dem Death Metal-Bereich stammten)? Naja, zumindest kommt man bei der Frage nicht ins Schwitzen, sondern erläutert nur kurz, dass man das so nicht beantworten kann.
In Schwulitäten gerate ich aber immer wieder, wenn ich nach meiner "Lieblingsband" oder meinen "Lieblingsbands" befragt werde. Zum einen ist es schlimm, dass man sich bei seiner Antwort ja sogar noch mehr limitieren muss; zum anderen fällt es mir schlicht und ergreifend schwer, diese zu bestimmen. Ich bin zwar niemandem gegenüber Rechenschaft schuldig, aber wenn ich halt Band X und Interpret Y nenne, lasse ich doch Kapelle Z doch unter den Tisch fallen, und das wäre ja auch irgendwie nicht richtig...
Woran macht es also jetzt fest?
An der Anzahl der Tonträger, die man besitzt? In meinem Fall wären das wohl Primus, weil ich diese ganzen Live-Geschichten, die man im Netz käuflich erwerben konnte, habe. Könnte zwar mit dieser Nennung leben, aber sind sie auch wirklich meine Lieblingsband?!?
Und was ist in dem Fall mit Bands, die einfach nicht so viele Tonträger veröffentlicht haben? Zum einen also die, die sich zu schnell aufgelöst haben (als Beispiel seien einfach mal Bad Dudes genannt); zum anderen die, die noch nicht so viele Platten aufgenommen haben (auch hier nur ein Beispiel: Kiss Kiss)? Können die nicht auch, dürfen die überhaupt eine Lieblingsband sein?!? Wie lange muss die jeweilige Band dabei sein, damit man sich sicher sein kann?
Und was ist mit denen, die es schon ewig gibt, die aber in ihrer nahezu unübersichtlichen Diskographie auch ein paar Graupen-Platten dabei haben (King Crimson passen jetzt als Beispiel vielleicht nicht wirklich, weil mr spontan keine einzige Graupe einfällt, außerdem gibt es da zu viele unterschiedliche Besetzungen; dann nenne ich einfach mal die Rolling Stones oder so)?!?

Selbst wenn man sagt, dass einfach das Herz das entscheidet, komme ich ins Schleudern. Das mag zum einen daran liegen, dass ich kein Herz habe, zum anderen aber auch daran, dass diese emotionale Deutung einen ja noch mehr unter Druck setzt. Das ist so diese "Du bist meine allerallerallerbeste Freundin, und Inge ist nur meine allerallerbeste!"-mäßig...

OK, also steht schon mal fest: die eine Lieblingsband kann man (kann ICH!) schon mal gar nicht benennen. Wie viele dürfen es denn dann sein? Drei? Fünf? Neun? Oder ist das für diesen Begriff schon zu verschwenderisch?!?
Und was ist eigentlich, wenn man mitbekommt oder vielleicht sogar zufällig weiß, dass die Mitglieder einer Band, die man musikalisch einfach nur grandios findet, menschlich völlig inakzeptabel oder auch einfach nur unsympathisch sind? Als Beispiel seien der Einfachheit halber mal Slayer genannt, die sich ja schon mal politisch in die Nesseln gesetzt haben, oder von mir aus auch Marilyn Manson, mit dem man ja nicht wirklich befreundet sein will, weil er einfach nur ein Depp zu sein scheint.
Worauf ich hinauswill - muss eine Lieblingsband auch menschlich integer sein, um dieses Prädikat verliehen bekommen zu können?
Vielleicht muss man sich einfach vorstellen, dass man unter Androhung der Todesstrafe eine einzige nennen muss, dabei aber auch nicht einfach mal eben irgendeine nennen darf, nur damit man dem Henker entgeht.
Ich mache das jetzt mal.
Äh...
Also, ich...
Hm...
[räusper]
Puh...
Ähem...
Wie war die Frage noch mal?
OK, vielleicht traue ich mich jetzt einfach mal, offiziell zuzugeben, dass ich glaube, dass im Augenblick (!) eigentlich nur eine einzige Band in Frage kommt, von mir diesen Titel verliehen zu bekommen, weil ich ausnahmslos allen Studioalben (immerhin bereits fünf an der Zahl) die Höchstnote geben würde. Menschliches muss ich hier jetzt ausklammern, ebenso die Tatsache, dass ich der Meinung bin, dass viele ihrer Fans einem Missverständnis unterliegen und ich aus diesem Grund ein Problem (jaja, ganz soooo schlimm ist es jetzt auch nicht, hrr hrr) mit ihnen und vielleicht auch der Band habe.
So, und um die Spannung jetzt rauszunehmen (für manch einen ist es vielleicht gar nicht so spannend, und wer mich kennt, weiß jetzt eh schon, was kommt) -
The winner is...
Oder müsste es "The winners are" heißen? Bands sollte man doch immer im Plural konjugieren, oder!?

Also, meine derzeitige... ja, das muss noch mal betont werden, zumal ja mein Leben auf dem Spiel und der Henker hinter mir steht und mir gerade wirklich keine andere einfällt, auf die das auch ehrlich zutrifft bzw. zutreffen könnte... Lieblingsband ist wohl:
[TÄTÄTÄTÄÄÄ]
The Mars Volta.
OK, jetzt ist es raus. War ja auch albern genug, die Nummer hier...
now playing: The Mars Volta - Octahedron (ich hatte tatsächlich zwischenzeitlich mal gedacht, dass ich ihr nicht die Höchstnote geben würde, aber das ist jetzt vorbei...)

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28 November 2009

Aufpassen!!!

Der neue Plattenspieler könnte mich arm machen. Konnte unten stehende Box zwar erstaunlich preiswert ergattern, aber habe derzeit noch ein paar wesentlich weniger preiswerte Happen im Blick. *gna*




Nur die Umdreherei nervt ein bisschen. Hatte ich wohl verdrängt... ;)
n.p.: Sonic Youth - Dirty [Deluxe Edition] (Bonustracks sind auch fast durchgängig super, vor allem die Demos)

20 November 2009

The eternal Plattenspieler

So, ich habe es getan. Nachdem ich meine Frau davon überzeugen konnte, dass ich einen neuen Plattenspieler brauche (und ich ihren Einwand, dass sie dann aber auch noch ein paar neue Klamotten benötigen würde, spendabel abgenickt habe), schlug ich recht schnell zu. Auf der Arbeit schiebe ich schon fleißig Überstunden, um mir das Teil im wahrsten Sinne des Wortes auch zu verdienen, aber im Grunde habe ich die ganze Aktion preislich noch im Rahmen gehalten. Ich meine, bei Plattenspielern kann man ja echt arm werden!

Wollte es jedoch (noch) nicht übertreiben, habe aber schon mal insofern vorgesorgt, als dass ich mir dieses iPhone-Ding dazugekauft habe. Ist ein ganz praktisches Gerät, zumal man da auch andere Sachen dranhängen kann, z.B. mein Gitarreneffektgerät oder ein Tapedeck. Ist dann nicht mehr so ein Gefummel wie jetzt; ist nämlich jedes Mal 'ne kleine Doktorarbeit, wenn ich hier kabelmäßig durchblicken will (jaja, ein Mischpult hätte es auch getan, schon klar).
Musste mir natürlich auch schon anhören, dass ich mir statt eines DJ-Players doch lieber einen Dual hätte holen sollen, aber das will ich jetzt nicht auch noch hier ausdiskutieren. Wie schon angedeutet - vielleicht bleibt es ja nicht mein letzter Plattenspieler!?

So, und die erste abgespielte Platte auf dem neue Gerät war die neue von Sonic Youth:

Mein Nachbar hatte mir die mal geliehen, und dann lag sie ewig ungehört hier 'rum. Naja, letztens habe ich mich dann doch mal "erbarmt" und war so hin und weg, dass ich mir gleich das Doppel-Vinyl kaufen musste. Hatte glücklicherweise noch einen jpc-Gutschein, so dass mich das gute Stück inkl. Versand nur 12,98.- gekostet hat.
Klingt ein bisschen wie Dirty mit guter Laune, und das war ja bislang meine Lieblingsplatte von Sonic Youth. Habe gerade nicht übel Lust, mich mal durch die ganze Diskographie zu hören. Kenne ja durchaus die eine oder andere Platte von ihnen, aber gefunkt hat es eben nur bei Dirty und aktuell bei The Eternal.

Tja, noch eine weitere tolle Platte also - 2009 war wirklich ein sehr gutes Jahr für mich, aber dazu mehr, wenn das Jahr auch wirklich vorbei ist. Wobei es damit ja dann auch nicht getan ist, fürchte ich. Wenn ich daran denke, wie viele Platten von 2008 bei mir erst dieses Jahr "angekommen" sind...
Aber ich werde einen Teufel tun, mich darüber zu beschweren, dass ich derzeit sowas wie meinen zweiten musikalischen Frühling erlebe und ständig über spitzenmäßige Sachen stolpere.

Apropos "zweiter Frühling" - der neue Plattenspieler dürfte zusammen mit der ebenfalls vor gar nicht so langer Zeit angeschafften neuen Gitarre wohl endlich meine midlife crisis offiziell eingeläutet haben.
Was wohl als nächstes kommt...?!?

n.p.: Sonic Youth - The Eternal (wie geil die sich dreht!)

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04 November 2009

Nachtrag: TeTsuo

ohne Worte

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31 Oktober 2009

Gedanken anlässlich von VISIONS #200

Ich habe mir heute nach Jahren mal wieder eine VISIONS gekauft. Früher habe ich sie oft gelesen, von Nr. 5 an oder so. Sogar abonniert hatte ich sie lange, so ca. von Nr. 20-80. Es war nämlich durchaus so, dass die Zeitschrift damals über vieles von dem berichtete, was ich mochte.
War sie zu Beginn noch sowas wie eine Musikzeitschrift für Metaller, die nicht nur Metal hören, verloren sie jedoch bald ihre Unschuld und entwickelte sie sich jedoch mehr und mehr zu einem "Puls der Zeit"-Magazin und nahm dann auch explizit für sich in Anspruch, "Musik für die Neunziger" gewissermaßen mitzubestimmen. Dies ging mir schnell gegen den Strich, und wahrscheinlich hätte ich das Abo schon früher gekündigt, wenn ich nicht Mitte der 90er für ein knappes Jahr nach Wales gegangen wäre und mich in der selbstgewählten Disapora nicht durch die englische Hochglanz-Musikpresse informieren, sondern lieber mittels VISIONS am Ball bleiben wollte.

Zurück in die Gegenwart, zurück zur Jubiläumsausgabe...

Grund für diesen spontanen Kauf nach so langer Zeit war vor allem die DVD-Beilage: Beastie Boys - Awesome: I fuckin' shot that! Man könnte also sagen, dass diese Verkaufsstrategie in meinem Fall aufgegangen ist. Aber für 7,99.- € fand und finde ich das nicht verwerflich, zumal ich mir auch von dem Sonderheft, das die Jahre 1989 bis heute beleuchtet, zumindest ein bisschen Unterhaltung versprochen habe (die reguläre Nr. 200 habe ich übrigens einmal durchgeblättert, mal hier und da was gelesen; und die beigelegte CD habe ich nur wegen des -übrigens völlig sinnlosen- dredg-Covers von Astronomy Domine überhaupt eingelegt und danach sofort weggeschmissen).

Das Sonderheft habe ich bislang nur überflogen und eigentlich noch kaum was gelesen, aber die jeweiligen Jahrescharts habe ich mir angesehen und dabei etwas festgestellt - tatsächlich ist es so, dass nach Ablauf meines Abos kaum noch Platten (oder sogar gar keine) aus den Jahrescharts bei mir im Schrank stehen. Natürlich frage ich mich jetzt, ob hier das Huhn zuerst da war oder die Henne - ist das so, weil ich die VISIONS nicht mehr gelesen habe; oder habe ich das Abo beendet, weil mir die dort besprochene Musik nicht mehr so gefiel?

Vermutlich ist es wohl eine Mischung aus beidem.

Vielleicht entwächst man, sobald man in die zweite Hälfte der 20er eingetreten ist, immer mehr der gerade angesagten Musik. Bei mir begann diese Entwicklung schon Anfang der 90er mit Grunge, der -von ein paar Ausnahmen abgesehen- einfach nicht meine Musik war.
Auch Crossover, mit dem ich mich grundsätzlich schon mehr anfreunden konnte, war auf lange Sicht nicht wirklich mein Ding; hier hatte ich auch das dringende Gefühl, nicht alles mitmachen zu müssen. Bei diesem Genre wird m.E. im Rückblick auch klar, dass da verdammt viel Schrott oder zumindest nicht so dauerhaft Gutes dabei war.
Metal hatte ich in en 80ern gehört, mochte davon auch immer noch vieles, aber Rock Hard (den ich übrigens ebenfalls lange abonniert hatte) war auch nicht die Erfüllung für mich, und überhaupt kann es doch nicht sein, dass man sich für Platten- und Magazincover in der Öffentlichkeit schämen muss (Anekdote am Rande: als ich mir 1996 in Wales in dem einzigen Plattenladen am Ort die EP Vempire (or Dark Faerytales in Phallustein) von Cradle of Filth kaufte, wäre ich fast im Boden versunken, als ich den kaputten Inlay-Kranz bemängelte und die alte Frau hinterm Tresen freundlich die Hülle austauschte und dabei die blutverschmierten Titten erblickte, die sich hinter der CD verbargen; auch war es mir oft genug furchtbar peinlich, in der Straßenbahn im Rock Hard zu blättern).

Um wieder auf die VISIONS zurückzukommen -  für mich begann sie schon in der ersten Hälfte der 90er (und damit in der ersten Hälfte meiner 20er) zu kriseln. Dies lag m.E. vor allem daran, dass sie sich zunehmend und für meinen Geschmack zu vehement als Meinungsmacher und Sprachrohr aufspielte, wobei schlimmer als die VISIONS wohl die Leute waren, die der Zeitschrift und ihren Hypes auch tatsächlich hinterherliefen. Bei sowas reagiere ich einfach allergisch (das sollte mal ein Psychologe näher beleuchten), und meine Musiksnob-Karriere verlief von da an auch immer rasanter. Vermutlich ist also wirklich die VISIONS zumindest mit daran schuld, dass ich mich in den letzten gut zehn Jahren immer bewusster von dem entfernt habe, was man als alternativen Mainstream bezeichnet.

Zwei andere Katalysatoren waren auf jeden Fall der CD-Brenner und das MP3-Format, denn diese beiden Technologien nahmen mir zumindest für eine gewisse Zeit die Lust, mich mit zig neuen Sachen beschäftigen zu wollen. Wenn man zwei jeweils 40cm hohe CD-R-Stapel auf dem Schreibtisch liegen und die Festplatte voll mit MP3s hat, kommt man irgendwann mal auf den Trichter, dass es das ja wohl nicht sein kann, denn wie zur Hölle soll man sich diesen Sachen denn in adäquater Form widmen?!? Bei mir zumindest führte das zu einem Tabula-Rasa-Anfall - alles weg und fast nur noch alte Sachen, die bereits im Schrank standen, anhören!
Dabei entdeckte ich den einen oder anderen bis dahin verschmähten Interpreten, z.B. Primus. Ihr Debüt Frizzle Fry hatte mich seinerzeit weggeblasen, ich hatte sie auf ihrer ersten Dland-Tour gesehen, aber alles danach fand ich irgendwie nicht mehr so berauschend (gekauft habe ich mir jede neue Platte trotzdem). Auf einmal wurde mir klar, dass die Nachfolge-Platten auch toll (hier und da vielleicht sogar noch besser!?) waren, und von dort aus fing ich an, mich durch die Les Claypool-Diskografie zu arbeiten, über die ich wiederum auf Projekte und Bands der beteiligten Musiker stieß, bei denen mir immer wieder die Ohren schlackerten. Diesen Weg zu verfolgen, fand ich daher damals spannender, als mich um die aktuellen Strömungen zu kümmern.
Als ich wieder einstieg, mir neue Platten zu kaufen, betrat ich zunächst abseitige Pfade und kaufte mir nahezu blind CDs beim Mailorder cdbaby.com, der viele unbekannte Interpreten im Programm hat und die CDs (mittlerweile auch MP3s) z.T. sehr preiswert verkauft. Es war wie verhext - fast nie war ein Fehlkauf dabei!
Bei meiner ersten Bestellung war das Album Fragments von Capillary Action. Als ich Jon Pfeffer, den Typen hinter diesem Namen, kontaktierte und mich digital mit ihm anfreundete, nannte dieser mir immer wieder Namen von mir bis dato unbekannte Bands, die mir ebenfalls nahezu ausnahmslos gefielen (eine davon übrigens Bad Dudes, die sich in den letzten Jahren wohl zu einer meiner absoluten Lieblingsbands gemausert haben - RIP).

Irgendwann war für mich klar, dass ich mir von den bekannteren Sachen jetzt nur noch die Rosinen 'rauspicken muss Ich vermisse nichts, und das Internet beschert mir doch immer wieder neue und aufregende unbekannte Interpreten - warum also noch darum kümmern, was gerade so angesagt ist? Ich will doch vor allem Sachen finden und hören, die mir gefallen! Und auf diese Weise ist die Suche danach gleich viel spannender und auch befriedigender. Sie hat nämlich zwei angenehme Nebeneffekte - zum einen bestelle ich die Platten oft genug bei den Interpreten selbst und kann mir so sicher sein, dass das Geld auch an der richtigen Adresse ankommt; zum anderen ist es natürlich nicht unangenehm, wenn man auf diese Weise die "Entdeckung" gewissermaßen für sich beanspruchen kann. Das mag eitel und selbstverliebt klingen (und ist es wohl auch), aber so bin ich nun mal...

Was ich eigentlich sagen wollte - ich bin, was Musik angeht, immer noch sehr glücklich und zufrieden, denn nach wie vor finde ich viele, viele Sachen, die mich wirklich umhauen.
Mit einem Ohr höre ich natürlich noch auf das, was so angesagt ist, und auch da sind immer noch gute Sachen dabei, und natürlich verpasse ich dabei wahrscheinlich viele großartige Sachen, aber solange der Strom toller Musik nicht versiegt, soll mir das glatt egal sein!

P.S.: Nichtsdestotrotz - Glückwunsch an die VISIONS. Ihr wart mal wichtig(er), aber das wisst Ihr wahrscheinlich auch selbst...

n.p.: King Crimson - Lizard [4oth anniversary edition] (Ich muss mir mal einen 5.1-DVD-Player anschaffen, der DTS abspielen kann - damn!)

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18 Oktober 2009

Vinyl

Wahrscheinlich ist das jetzt die midlife crisis - auf einmal interessiere ich mich immer mehr für Vinyl und plane für nächstes Jahr den Kauf eines ordentlichen Plattenspielers. Mein alter funktionert zwar noch, aber das ist halt so ein unansehnliches ONKYO-Plastikscheißteil, bei dem das Plattenauflegen irgendwie gar nicht so viel Spaß macht. So ein schwerer STANTON o.ä. hätte diesbezüglich schon mehr Sex (sollte jemand einen guten Tipp in der Preisklasse bis -sagen wir mal- maximal 500 Euro haben, dann immer her damit).

Im nunmehr ablaufenden Jahr habe ich auf jeden Fall mehr Vinyl gekauft als in den Jahren zuvor. Ich hatte mir zwar immer wieder mal Vinylalben gekauft (z.B. Hellacopters - Payin' the dues, NIN - The Fragile) , aber das war dann eher, weil da irgendwelche Bonustracks drauf waren (oder um -wie im Fall Bad Dudes- als ausgewiesener Fan meinen Komplettanspruch zu verwirklichen).

Eingeleitet wurde der Vinyl-Trend bei mir aber wohl erst so richtig mit dieser In Rainbows-Box von Radiohead. Ich fand diese ganze Aktion damals irgendwie unterstützenswert und habe mir die Box geholt, ohne wirklich Fan dieser Band zu sein.
Als zu Beginn des Jahres Check your head von den Beastie Boys veröffentlicht wurde, sah das schon anders aus. Diese großartige Platte hatte ich zwar schon mal auf einem Flohmarkt für 2 Euro in der Vinylversion ergattern können, aber diese Box musste ich dann doch haben. Verpasst hatte ich leider die inzwischen ausverkaufte Paul's Boutique-Box mit dem Riesenposter, aber diesen Vinylkauf habe ich trotzdem unlängst nachgeholt. Das ausklappbare Cover sieht auch super aus, wenngleich es keine zweieinhalb Meter breit ist. Und weil das Artwork auf Vinyl natürlich immer besser aussieht, habe ich mir dann auch ab und zu mal auf eBay die eine oder andere besonders geliebte Platte (z.B. Mindfunk - dropped) nachgekauft, wenn ich mich dafür finanziell nicht zu sehr verdrehen musste.

Naja, und mittlerweile habe ich mir halt in den Kopf gesetzt, zukünftig öfter als früher Vinyl zu kaufen, weil ich mich auf meine alten Tage noch einmal daran erinnert habe, wie viel schöner es war/ist, so eine Platte aufzulegen, die Nadel aufzusetzen, es knistern und knacken zu hören usw. Es ist ja nicht so, dass ich die Vorzüge der digitalen Tonträger nicht zu schätzen wüsste (tatsächlich höre ich fast nur noch MP3s), aber es ist wohl so, dass sich konservative Tendenzen mit zunehmendem Alter immer etwas lauter zu Wort melden. Und waren es in den letzten Jahren eher vinyl only bonus tracks, die mich zum Kauf animiert haben, ist es jetzt vielleicht sowas wie Wehmütigkeit. Keine Ahnung, und eigentlich möchte ich über die genauen Gründe auch jetzt gar nicht nachdenken, hrr hrr...

Zurück zur Gegenwart also - toll wäre es natürlich, wenn mehr Labels auf die Idee kämen, CDs oder Downloads zusammen mit dem Vinyl anzubieten. Beispiele dafür gibt es ja bereits:
Alternative Tentacles gaben zum Vinyl von Triclops! - Out of Africa noch eine CD dazu, Hometapes zu Pattern Is Movement - All together einen Downloadcode (mit Bonus Tracks, die weder auf Vinyl noch auf CD drauf sind), und die Anniversary Re-Releases der Beastie Boys kamen auch jeweils mit Download (sogar FLAC und/oder WAV).
Exklusive Bonustracks (wie z.B. bei Hellacopters), schicke Goodies (wie z.B. die Miniaturbilder bei Pattern Is Movement - All together) oder eine edle Aufmachung (wie z.B. die von Earth - The Bees Made Honey In The Lion's Skull) sind zwar irgendwie schon Belohnung genug, aber die Musik auch digital mitgeliefert zu bekommen, müsste doch eigentlich ebenfalls drin sein, oder!?

Ich weiß natürlich nicht, inwieweit sich die gerade von kleineren Labels angebotenen Vinyl-Veröffentlichungen rechnen, aber aus meiner Laien- und Konsumentensicht erscheint mir das doch durchaus machbar, zumal die Verkäufe ja oft direkt über das Label abgewickelt werden und das Geld somit auch komplett bei den richtigen Leuten ankommt.

So, und nächste Woche werde ich wohl mal in den Baumarkt gehen und nach Leisten o.ä. Ausschau halten, mit deren Hilfe ich mir besonders schicke Plattencover an die Wand hängen kann. Sowas hatte ich eigentlich schon länger mal vor (früher habe ich mir manche Platten sogar doppelt zugelegt, damit ich mir eine davon mit Reißzwecken an die Wand heften konnte!). Ich weiß zwar, dass z.B. Protected sowas anbietet, aber ich bin mir sicher, dass es auch einfachere und kostengünstigere Lösungen gibt. Ich muss nämlich mein Geld zusammenhalten, um mir nächstes Jahr (vielleicht wäre mein 40. Geburtstag ein guter Anlass) einen schickeren Plattenspieler gönnen zu können.

n.p.: Upsilon Acrux - Radian Futura (natürlich die Vinylversion)

16 Oktober 2009

Endlich mal: TeTsuo - Cousu Main

OK, jetzt habe ich mich lange genug geziert, etwas über meine Lieblingsplatte des Jahres zu schreiben. Und bevor The BQE von Sufjan Stevens tatsächlich noch diese Position einnimmt (es sieht nämlich gerade fast so aus), sollte ich noch schnell loswerden, warum ich das hier schon mehrfach erwähnte Album Cousu Main so gut finde.

Wie ich zu TeTsuo (und damit zu ATRDR) gekommen bin, habe ich ja schon mal gesagt. Wer Nervous Cabaret kennt und mag, sollte nicht nur aufgrund von Elyas Khans Mitwirkung mal 'reinhören, denn grundsätzlich sind die Bands musikalisch wohl in einer ähnlichen Ecke zuhause.
Mit Dawn McCarthy von Faun Fables ist zudem ein noch prominenterer Gast dabei, und auch diese Band kann herangezogen werden, um TeTsuo in etwa einordnen zu können.
Weitere Namen, die in Rezensionen immer wieder auftauchen, sind Dresden Dolls, Mr Bungle, PJ Harvey, Danny Elfman sowie Radiohead. Spätestens jetzt wird es aber unübersichtlich, denn manche davon passen mehr als andere, weswegen ich sie hier eigentlich eher nicht noch einmal ausbreiten möchte (und am besten erwähne ich gar nicht mehr, dass ich manchmal auch an New Model Army denken muss).

Also, was denn jetzt?

Fange ich mal beim Personal an: TeTsuo sind ein Schlagzeuger (Alexis Toussaint) und ein singender Gitarrist (Arnaud Millan). Klavier und Keyboards spielen beide auch mal ab und an. Darüber hinaus gibt es hier und da noch eine Reihe von Gästen.
Natürlich macht diese Duo-Besetzung ihre Musik eher bass-arm, aber der daraus resultierende manchmal etwas dünne Sound gehört für mich mit zum Gesamtkonzept. Selbst die Stücke, in denen viele Gäste mit vielen Instrumenten zu hören sind, klingen nämlich so, als könnten sie am Ende auch alleine von den beiden Franzosen dargeboten werden.
Die Musik klingt intim und kunstvoll, überdreht und doch eingängig, verschroben und poppig zugleich. Die beiden klingen nach Bühne, und zwar nach einer kleinen Theater- und Varietébühne; ich könnte mir das ganze auch gut in einem Zeltlager mit knisterndem Feuer vorstellen.


Tatsächlich zieht sich vom ersten bis zum letzten Ton eine eigentümliche Atmosphäre durch Cousu Main, die ich nach wie vor schlecht in Worte fassen kann, was wohl auch der Grund dafür ist, warum ich diesen Beitrag hier so lange vor mir hergeschoben habe.

Cousu Main ist Pop, Folk, Punk, Jazz, (Post-) Rock, Cabaret, aber vor allem ist Cousu Main eine für mich einzigartige Platte, die ich gerne einmal live aufgeführt zu mir nehmen würde.
Wer weiß - die Band hat ernsthaft vor, 2010 mal außerhalb von Frankreich zu spielen. Ich glaube, dafür würde ich durchaus auch ein paar Kilometer fahren. Ich drücke auf jeden Fall die Daumen, dass es klappt!


P.S.: Während ich das so schreibe und dabei das Album höre, bezweifle ich übrigens gerade, dass Sufjan Stevens die beiden 2009 wirklich noch abhängen kann!

n.p.: TeTsuo - Cousu Main (s.o.)

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04 Oktober 2009

megamix vol. ii

Anm. d. Verfassers: Ich habe diesen Beitrag bzw. den Sampler, um den es geht, noch einmal modifiziert und die Änderungen in gelber Schrift kenntlich gemacht.

Oh, Du meine Güte - ist das alles sinnlos! ;)


Es gab ja bekanntlich noch eine Reihe nicht berücksichtigter Alben, so dass in der Essenz noch einmal ein Sampler entstehen konnte, der übrigens ziemlich genau 1:11 lang ist.
Hinzu kam mit Sufjan Stevens - The BQE noch ein Album, das zwar erst in zwei Wochen erscheinen wird, aber schon jetzt so großartig ist, dass es die bei mir möglicherweise die bisher an erster Stelle liegenden TeTsuo wohl noch verdrängen wird. CD und Vinyl sind auf jeden Fall schon geordert!

Insgesamt bin ich selbstkritisch genug, um anmerken zu können, dass der erste megamix insgesamt vielleicht etwas liebevoller wirkt; von daher hätte der zweite statt vol. ii vielleicht besser bonustracks geheißen, aber das hätte m.E. die Alben abgewertet, von denen die jeweiligen Songs stammen.

Jaja, eine Wissenschaft für sich. Wie dem auch sei - here we go again:

01. Barry Adamson - That Fool Was Me
02. Earthtone9 - Tat Twam Asi
03. Sleeping People - Blue Fly Green Fly
04. Coheed and Cambria - Devil In Jersey City (live)
05. Capillary Action - Ticking Ghosts, Pt. 2
06. Devin Townsend - Earth Day
07. Opeth - Hope Leaves
08. Bad Dudes - Secret Protector
09. Gavin Castleton - 2045
10. Cougar - Atlatl
11. The Lost Sounds - I get nervous
12. Kevin Moore - Verily
13. Battle Of Mice - Bones In The Water
14. Tapetto Traci - Déraison
15. The Mars Volta - Agadez
16. Sufjan Stevens - Movement II: Sleeping Invader
17. Kiss Kiss - Innocent II
18. Make A Rising - Look At My Hawk
19. Pattern Is Movement - The Severe
20. Earth - Land Of Some Other Order


n.p.: hofmeistermegamix 20.1 vol. ii (...)

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27 September 2009

Das erste Jahrzehnt nähert sich seinem Ende

Nein, ich mache jetzt keinen Vorschlag, wie man das erste Jahrzehnt nennt (also "die Nuller" oder sowas in der Art). Ich habe mir lediglich aus gegebenem Anlass Gedanken darüber gemacht, was es mir musikalisch gebracht hat (persönlich war es eh das ereignisreichste, aber hey - das ist ja irgendwie schon ein Musikblog hier, oder!?!).
Eine derartige Recherche macht immer ein schlechtes Gewissen, weil sie so wenig sinnvoll erscheint. Zeitverschwendung? Ja, wahrscheinlich schon. Relevanz? Nee, nicht wirklich; interessiert ja eh niemanden außer mich selbst. Egal? Ja, ist mir egal.

Also: es handelt sich hierbei um die offizielle Version 1.0, wobei es natürlich auf der Hand liegt, dass es vorab einige inoffizielle Versionen gegeben hat. Da wurde munter gelistet, verworfen, eingefügt, ausgetauscht und vor die Stirn geschlagen, weil man ja noch diese und jene Platte vergessen hat. Außerdem bleiben ja noch drei Monate, in denen zumindest theoretisch noch was dazukommen könnte.
Macht aber gar nichts, denn schließlich hält mich ja niemand davon ab, nächstes Jahr bzw. mit gebührendem Abstand auf das Jahr 2009 noch mal eine neue Liste aufzustellen, was mir sicherlich wieder ebenso viel Spaß bereiten würde.
Kann auch sein, dass hier und da eine Jahreszahl oder sowas nicht stimmt, aber das kann ja auch mal passieren. Mindestens einmal ist auch eine EP 'reingerutscht, aber das passt schon so.

Ich habe an anderer Stelle, weil es dort so gewünscht war, eine Liste gepostet, die durchnummeriert war, möchte an jetzt und hier aber darauf verzichten, weil mir sowas irgendwie nicht möglich ist (das schließt aber nicht aus, dass ich das doch eines Tages noch einmal versuchen werde).

Nun denn, hier meine Platten der Jahre 2000-2009:

2000
AT THE DRIVE-IN Relationship of command
EARTHTONE9 arc'tan'gent
ELEKTROKILL s/t (manchmal auch bisci genannt)
RADIOHEAD Kid A

2001
Les CLAYPOOL's (Fearless Flying) Frog Brigade Live Frogs Set 1
Les CLAYPOOL's (Fearless Flying) Frog Brigade Live Frogs Set 2
John FRUSCIANTE To Record Only Water For Ten Days
SLEEPYTIME GORILLA MUSEUM Grand Opening And Closing
TARAF DE HAïDOUKS Band of Gypsies
Devin TOWNSEND Terria

2002
Barry ADAMSON The King of Nothing Hill
CORNELIUS Point
THEORY OF RUIN Counter-Culture Nosebleed
URLAUB IN POLEN Parsec

2003
COHEED AND CAMBRIA In Keeping Secrets of Silent Earth: 3
The MARS VOLTA de-loused in the comatorium
OPETH Damnation

2004
CAPILLARY ACTION Fragments
Gavin CASTLETON dark age
FROM MONUMENT TO MASSES The Impossible Leap In One Hundred Simple Steps
The LOST SOUNDS s/t
Kevin MOORE Memory Hole - Memory Hole 1
PATTERN IS MOVEMENT the (im)possibilty of longing

2005
BAD DUDES s/t
The BOOK OF KNOTS s/t
COHEED AND CAMBRIA Live at the Starland Ballroom
COUGAR
Law
EARTH Hex: Or Printing in the Infernal Method
GABBY LA LA Be careful what you wish for
MAKE A RISING Rip Through the Hawk Black Night
The MARS VOLTA Frances The Mute
NERVOUS CABARET s/t
PATTERN IS MOVEMENT Stowaway
SDNMT (aka SEIDENMATT) If You Use This Software Often - Buy It
SLEEPING PEOPLE s/t

2006
BATTLE OF MICE A day of nights
The MARS VOLTA Amputechture

2007
Gavin CASTLETON For the love of Pete
Gavin CASTLETON A bullet, a lever, a key
KISS KISS s/t Reality vs. The Optimist

2008
BAD DUDES Eat drugs
EARTH The Bees Made Honey In The Lion's Skull
HOWL Party
MAKE A RISING Infinite Ellipse and Head With Open Fontanel
The MARS VOLTA The Bedlam in Goliath
PATTERN IS MOVEMENT all together

2009
Gavin CASTLETON Home
KISS KISS The meek shall inherit what's left
TAPETTO TRACI Neurula
TETSUO Cousu Main

Wie gesagt - kein Anspruch auf Vollständigkeit. Relativ sicher bin ich mir jedoch bei allen im Hinblick auf dauerhafte Platzierung in diesen persönlichen Jahrzehnt-Charts. Eventuell gibt es 2009 noch ein paar Kandidaten, die in naher Zukunft auch in den erlauchten Kreis aufgenommen werden. Unwissenschaftlicher Stand der Dinge ist jedoch das da oben.

Natürlich (hrr hrr) habe ich es mir auch nicht nehmen lassen, einen Jahrzehnt-Sampler zusammenzustellen, den ich durch behutsame Edits auf exakt 80 Minuten zusammenstauchen konnte. Derzeit denke ich über eine Vol. 2 nach, denn selbstverständlich ist mir aufgefallen, dass ein ganzes Jahr (2006) nicht vertreten ist, ich viele tolle Sachen vergessen habe bzw. einfach nicht berücksichtigen konnte. Natürlich wird man hier erfahren, falls es tatsächlich zu einem weiteren Sampler kommt.

Hier die Tracklist vom hofmeistermegamix_20.1:

01. Taraf de Haïdouks - Louloudji (Bride In A Red Dress)
02. Radiohead - The National Anthem
03. Make A Rising - Sneffels Yokul
04. The Mars Volta - Eriatarka
05. SDNMT - Bergen
06. From Monument To Masses - Sharpshooter
07. At The Drive-In - Invalid Litter Dept.
08. Bad Dudes - Human Shield
09. Gavin Castleton - Why Wake Up (feat. Erik Nilsson)
10. Nervous Cabaret - Instant Lady
11. TeTsuo - Chirurgical Chill
12. Kiss Kiss - Iris and Eye
13. Sleepytime Gorilla Museum - Powerless
14. Les Claypool's Fearless Flying Frog Brigade - Hendershot (live)
15. Gabby La La - Backpack
16. Pattern Is Movement - Peach Trees
17. Cornelius - Point Of View Point
18. Howl - B Evil
19. John Frusciante - Going Inside
20. Urlaub In Polen - Commander Ulysse
21. Theory Of Ruin - Type A Male
22. The Book Of Knots - Crumble
23. Elektrokill - Kalama
24. Earth - Hung From The Moon

Bin ja bekanntlich kein Samplerhörer, aber dieser gefällt mir wirklich gut. Wie für mich/von mir gemacht sozusagen... ;)

n.p.: hofmeistermegamix20.1 (...)

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21 September 2009

Frankreich, mon amour!

Mensch, das nimmt ja kein Ende mit den tollen Franzosenbands!

Zuerst erfahre ich, dass TeTsuo offenbar ernsthaft mit dem Gedanken spielen, nächstes Jahr mal nach Dland zu kommen, und dann treffe ich beim Upsilon Acrux-Konzert in Maastricht diese beiden niedlichen Typen von XHOHX und komme mit ihnen ins Gespräch über die von mir so verehrte Musikszene in Pau/Frankreich.
Basser/Sänger Calo ging fast vor mir auf die Knie, als ich dieses Thema aufbrachte, zerrte mich gleich zu seinem CD-Koffer und zog CDs von Kourgane, TeTsuo und Calva 'raus. Ich so: "I have it. It's awesome. Yeah, this one is great, too. Yes, I have it. Oh, and this one - I also have this one." Mit jedem "I have it" leuchteten seine Augen mehr, und ich hatte schon Angst, dass er mir gleich einen Zungenkuss verpasst.

Naja, wie dem auch sei - daraufhin zieht er eine CD von seiner Band aus dem Koffer, eine von Ghotul sowie eine von Rectus und radebricht auf Franko-Englisch: "Yu can 'ave dem all. Take dem."
Ganz der Snob, der ich nun mal bin, bedankte ich mich zwar artig, versprach mir aber nicht wirklich viel von den Platten, zumal die Cover bis auf
Ghotul wirklich kacke aussahen.



Am folgenden Tag wanderte die Ghotul dann auch als erstes in den Player...

Soso, ein 45-minütiger Track? Da habe ich jetzt aber gar keinen Bock drauf. Wieder 'raus damit und Rectus 'rein...

WTF!?! Wie geil ist das denn bitteschön!?! Ab-die-Post-Jazzcore (sie nennen es Hard-Zeuhl), dass es eine wahre Freude ist - herrlich!

In die Ghotul habe ich mittlerweile zumindest kurz 'reingehört - klingt auch hammergut, aber da brauche ich wohl etwas mehr Zeit für; außerdem will ich wieder Rectus hören!!!

Die XHOHX habe ich natürlich auch mal eingelegt. Die waren live ja schon etwas bizarr mit ihrem angedeuteten Corpsegrind und Drumcomputerbegleitung, von daher erwartete ich auf Konserve nichts, was mich umhauen würde. Die Platte ist aber ebenfalls erstaunlich gut, wenngleich der Drumcomputer auch hier irgendwie nervt, die ganze Angelegenheit aber auch irgendwie wieder sehr eigen macht.
Muss ich auch noch öfter hören, um mir wirklich ein Urteil darüber zu erlauben. Als nächstes ist auf jeden Fall ein Album mit Schlagzeuger aus Fleisch und Blut geplant - mal sehen, ob die ganze Sache dadurch nicht sogar etwas an Charme verliert...

Ist aber auch ganz egal - Rectus alleine sind schon wieder so eine unverhofft geile Entdeckung, wie sie mir in den letzten vier Jahren glücklicherweise öfter zugestoßen sind. Was das angeht, stehen in diesem Jahr auf jeden Fall die Franzosen ganz weit oben in meiner Gunst!

Merci!

n.p.: Rectus - Evghenebur N'Ebenok Nef (WHOAH!!!)

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31 August 2009

We are the champions

Gestern auf arte ins Queen-Konzert 'reingeschaltet, bis zum Ende drangeblieben und bei "We are the champions" (übrigens zeitgleich mit meiner Frau - wie süß!) festgestellt, dass dieses Lied ja ziemlich unschlagbar ist. Jeder weitere Versuch von irgendwem, noch mal eine Gewinner-Musik zu komponieren, ist seitdem wohl zum Scheitern verurteilt. Refuckinspect!

n.p.: Habe da so einen Sampler für jemanden gemacht, den ich seitdem sogar selber öfter mal höre. Sowas...

13 August 2009

Irgendwie besonders (pt. i)

Unter dieser Überschrift möchte ich Musik vorstellen, die -naja- irgendwie besonders ist. Natürlich könnte man sagen, dass alles, was man so hört, irgendwie besonders ist (schließlich würde man es sonst ja nicht hören, sondern eher was Unbesonderes), aber das stimmt ja so nicht. Vieles ist zwar durchaus toll, aber dann doch konventionell; genau wie es ja auch Menschen gibt, die empirisch gesehen hübsch sind, und andere, die whoah! aussehen.

Bla.

OK, Prinzip sollte klar geworden sein...

Im ersten Teil dieser lustigen Reihe geht es um die Band Pattern Is Movement. Auf der einen Seite würde ich schon gerne andere Bands kennenlernen, die so ähnlich klingen, auf der anderen Seite aber auch wieder nicht, denn PIM klingen so eigen und eben besonders, dass sie ja gar nicht mehr so besonders wären, wenn es auch andere wie sie gäbe.

Äh? Ja.

So, und was ist jetzt so besonders an ihnen?
Naja, zunächst einmal sind sie äußerlich besonders, denn man vermutet irgendwo in ihrer Nähe einen Zivildienstleistenden, der die beiden etwas rundlichen und -empirisch gesehen- nicht wirklich ansehnlichen Herren mit Bart in die Werkstatt fährt, wo sie dann irgendwelche Sachen einpacken oder Holzspielzeug zusammenbauen. Wären Äußerlichkeiten wirklich wichtig, könnte ich ja Kiss hören, also lassen wir diesen Aspekt und kommen wir zur Musik, denn die ist auch mehr als besonders.

Manchmal klingen sie wie der etwas sonderliche Bruder von 10 CC, den die Herren Stewart, Gouldman, Godley und Creme war immer brav gefüttert, gewaschen, an- und ausgezogen, aber vor der Öffentlichkeit dann doch etwas versteckt haben, weil er sozial irgendwie etwas unverträglich war (siehe die Fratellis und Sloth in Goonies).

Entrückt, melancholisch, inbrünstig und autistisch sind Adjektive, mit denen man umschreiben könnte, wie ihre Stücke klingen.
Der Legende nach haben die beiden Protagonisten (die sich manchmal auch The Beauty & The Beast nennen) einmal christlichen HipHop gemacht, und tatsächlich mein man, dem Schlagzeug von Andrew Thiboldeaux die HipHop-Vergangenheit noch anhören zu kennen, denn viele Beats haben etwas Loop-artiges, aber auch viele Stücken haben diesen repetitiven Charakter, den man sonst am ehesten noch vom HipHop kennt.
Darüber spielen fast immer Keyboards verschiedenster Art (meistens E-Piano, aber auch schon mal ein Mellotron), oft hört man Streicher, und auf den ersten beiden Alben (hier waren sie noch zu fünft bzw. zu viert) gab es auch noch -ganz konventionell- Gitarre und Bass.
Kommen wir zum Gesang, der wohl die "Hauptschuld" am 10 CC-Vergleich trägt, denn ein ähnliches Falsett war auch ein Markenzeichen dieser Band. Für viele dürfte Chris Wards Gesang der Hauptknackpunkt sein, denn er ist durchaus gewöhnungsbedürftig und für manch einen sogar unerträglich. Ich bin jedoch der Meinung, dass er keinen Deut anders sein sollte, denn die Besonderheit der Band wird zu einem großen Teil durch seine mit hohem Wiedererkennungswert

gesegnete und zugegebenermaßen seltsame Stimme geprägt.

Wie dem auch sei - was ich an der Musik so mag, ist die Tatsache, dass PIM ganz eindeutig ihr eigenes Ding durchziehen. Wenn man sie sich einmal live anguckt, wird dieser Eindruck noch bestätigt - die beiden sind ganz bei sich selber und scheren sich augenscheinlich nicht wirklich darum, was andere von ihnen halten. Stattdessen lullen sie sich und jeden, der dazu bereit ist, auf wundersame Weise mit ihrer ganz besonderen Musik ein.

Es ist vermutlich falsch, bei dieser Band mit einer Liveversion anzufangen, aber zumindest bekommt man damit eine ganz gute Vorstellung, worauf man sich hier einlässt.





n.p.: s.o.

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11 August 2009

Test

Alles irgendwie kaputt gerade hier, oder was!?!

n.p.: prosperrr - Black Museum (gestern bei meinem derzeitigen Lieblingslabel übrigens noch eine weitere Band entdeckt...)

28 Juni 2009

Über gute Musik reden

Zu Beginn des Jahres bin ich ja unverhofft Schreiberling für ein Prog-Webzine geworden. Ich hatte über Jahre hinweg einem der Schreiber dort immer mal wieder Platten aufs Auge gedrückt, und irgendwann ist es ihm dann wohl zu blöd geworden. Er war der Meinung, dass ich einfach selber was schreiben könne/solle, und erhoffte sich von mir wohl auch sowas wie frischen Wind, denn der gemeine Progger neigt ja manchmal schon zu recht konservativen Ansichten (eigentlich sollte man zumindest den Fans dieses Genres den Begriff "progressiv" entziehen, finde ich).

So bin ich also qua Spontan-Rekrutierung in die erfreuliche Lage versetzt worden, dort mal ab und an ein paar Sachen unterzubringen, über die ich sonst vielleicht mit kaum jemandem reden könnte. Leider passt aber
so manche Platte oft genug nicht in das vorgegebene special interest-Raster. Natürlich könnte ich die eine oder andere trotzdem dort "einschleusen", aber ich habe gar nicht vor, den Laden allzu sehr aufzumischen, sondern übe mich insgesamt lieber in Demut und Verzicht, wenngleich mir dank meiner ersten Rezensionen durchaus bereits ein gewisser Ruf anhaftet.

Wie dem auch sei - eine derartige
Limitierung ist für einen geradezu militanten Szene-Gegner wie mich ärgerlich, denn letztendlich ist es mir doch pupsegal, in welche Schublade man Musik steckt, weil das für mich überhaupt keine Rolle spielt. Ich würde von daher wohl auch lieber für ein Medium schreiben, das sich schlicht und einfach mit Musik befasst, aber man kann wohl nicht alles haben.
Nicht selten stehe ich also doch wieder blöd da und habe meine liebe Not damit, eine tolle Neuentdeckung unter die Leute zu bringen (versuche das zwar an anderer Stelle auch immer wieder, aber irgendwie hört da kaum jemand auf mich - warum nur? ;)


Naja, ich werde also ab jetzt die Platten, die ich für das genannte Webzine nicht
true genug sind, halt hier anpreisen. Zumindest würde mir das suggerieren, darüber geredet zu haben, und das ist ja schon mal was...

n.p.: The Mars Volta - Octahedron
(mal wieder nix erwartet und doch erneut eine tolle Platte bekommen - diese Band ist wirklich verlässlich!)

21 Juni 2009

Halbzeitstand

So, die erste Hälfte des Jahres ist jetzt fast um. Es wird also Zeit, den Halbzeitstand in Sachen Alben des Jahres zu veröffentlichen.

Nicht so toll wie erwartet waren für mich auf jeden Fall schon mal Absztrakkt und John Frusciante. Beide habe ich schon mal besser gehört. Im Falle von Frusciante, der ja zuletzt einen ziemlichen Output hatte, ärgert mich das nicht ganz so wie bei dem deutschen Rapper, von dem ich nach dem letzten Meisterwerk Dein Zeichen wirklich mehr erwartet hatte.

Ganz ordentlich sind folgende Veröffentlichungen gewesen:

Eisenvater IV
Ich mag die alten Sachen lieber, aber schön dass sie wieder da sind...

Heaven & Hell The devil you know
Eigentlich totaler Müll, aber ich finde die Platte wirklich erstaunlich ordentlich. Es wäre falsch, wenn ich "unpeinlich" schreiben würde, aber es hätte definitiv schlimmer kommen können. Nostalgie pur und einfach gut gemacht!

Ilse Lau Abbreviation Hits
Der Abgesang der Norddeutschen ist zwar eigentlich schon älter, wurde aber erst 2009 offiziell veröffentlicht. Keine Band, die ich wirklich vermissen werde, und auch keine Platte, die bei mir einen Ehrenplatz einnimmt, aber gewohnt eigen und gut. Dankeschön.

Mastodon Crack the Skye
Habe lange überlegt, ob ich das Album wirklich hier 'reinnehmen soll, denn im Grunde höre ich es so gut wie nie, und daran wird sich wohl auch in Zukunft nichts mehr ändern. Dennoch muss ich zugeben, dass "Crack the Skye" nicht ganz schlecht ist. Vielleicht eine Spur zu aufgesetzt, aber okay...

Napalm Death Time waits for no Slave
Wie bei allen ND-Veröffentlichungen der letzten Jahre muss ich einfach wieder sagen, dass diese sympathische Normalo-Band immer noch solide bolzen kann. Auch diese Platte höre ich eher selten, aber wenn ich sie höre, bereitet sie mir sogar Spaß.

Upsilon Acrux Radian Futura
Eigentlich bin ich fast ein bisschen enttäuscht von dem Album, denn nach Galapagos Momentum und einem Prelistening im Bandbus von Bad Dudes hatte ich mir mehr von Radian Futura erhofft. Irgendwie wächst die Platte aber immer noch und immer wieder, und gut ist sie allemal.

Zombi Spirit Animal
Noch sowas, was ich nicht oft auflegen will, aber dieses Instrumentalalbum ist irgendwie schon ganz schön gut. Ich könnte mir sogar vorstellen, sie in ein paar Jahren auf einmal doch noch zu lieben.

Kommen wir nun zu den Kleinformaten, die Großes erwarten lassen:

SchnAAk women on ships are bad luck
Freue mich schon auf die Tour mit Dÿse im Herbst, die sie in meine unmittelbare Nachbarschaft (Sonic Ballroom) führen wird. Die EP ist schon mal klasse, auf dem bald erscheinenden Album würde ich mir jedoch ein bisschen mehr Tiefe wünschen...

Ulme The Sea in me
Nach dem letzten Einschläfer-Album rumpelt es mal wieder im Karton, und auch auf mein erstes Konzert von ihnen, das schon bald (auch "nebenan" im Sonic Ballroom) stattfinden wird, freue ich mich schon sehr lange.

Die Demos von Bros N'Cons und Party Girls, beides Projekte des ehemaligen Bad Dudes-Keyboarders Gabe Castro, sind auch noch gut, wenn auch nach unzähligen Durchläufen vielleicht einen Tick zu eindimensional. Ich wünsche mir, dass er die Sachen noch einmal aufnimmt und ein fähiger Produzent dem wirklich tollen Rohmaterial noch den entscheidenden Kick gibt. Außerdem sollte der Party Girls-Sänger sich bemühen, seinen kaputten Gesang ein bisschen variabler zu gestalten.

OK, jetzt also die tollen Alben, die 2009 bislang für mich zu bieten hatte. Im Gegensatz zum Knallerjahr 2008, als wirklich sehr viele hochklassige Sachen 'rausgekommen sind, ist die Liste bislang noch sehr kurz, aber es steht ja durchaus noch das eine oder andere potenziell großartige Album ins Haus (siehe weiter unten). Zum jetzigen Zeitpunkt stehen diese Alben oben bei mir:

Gavin Castleton Home
Ich hatte ja in einem älteren Blogeintrag gemutmaßt, dass Home mein Album des Jahres werden würde. Auch wenn ich mich diesbezüglich wohl geirrt habe, ist es dennoch schon jetzt ein Album des Jahres. Eigentlich eine Schande, dass ein solches Meisterwerk derart unbeachtet in der Versenkung verschwindet, denn es könnte m.E. sogar durchaus groß werden.

Skeletonbreath Eagle's Nest, Devil's Cave
Bis auf den Rondo Veneziano-Ausbruch gegen Ende des Albums gibt es hier für mich nichts auszusetzen. Die Steigerung zum Debüt ist deutlich, die Songs machen Spaß - was will man mehr?

TeTsuo Cousu Main
Aus dem Nichts schoss dieses Album bei mir auf Platz 1, und auch die älteren Veröffentlichungen der beiden Franzosen sind hier schwer eingeschlagen. Ich tue mich immer noch schwer, die Musik zu beschreiben, aber im verbleibenden halben Jahr werde ich hier sicherlich noch einen Versuch starten, Cousu Main etwas genauer zu beleuchten und so vielleicht noch an den Mann zu bringen...

Urlaub in Polen Liquid
Das letzte Album fand ich so lala, und die ersten Liquid-Hörproben hatten mich nicht umgehauen. Umso erstaunlicher und auch erfreulicher war es, dass Liquid zwischenzeitlich trotzdem steil an die Spitze sprang. Tolles Album einer grandiosen Band, die ich unbedingt mal wieder live sehen will!

Tja, und in dieser Woche habe ich mir bei MySpace 3x den Komplettstream von Octahedron gegönnt (ich hätte sie auch noch öfter gehört, aber nach zwei Tagen haben sie den Stream blöderweise wieder entfernt). Dass die neue Platte von The Mars Volta sehr ruhig sein soll, hatte ich vorab bereits gehört. Da ich kein Freund von ruhigen Mars Volta bin, war ich folglich skeptisch, bestellte der Vollständigkeit halber aber natürlich trotzdem das limitierte Digipack. Das lahme Geseiher auf Amputechture hatte mich seinerzeit zumindest zunächst einmal vom Hören abgehalten, und der Akustikteil beim letzten Köln-Konzert hat nicht nur mir die Stimmung verdorben. Umso erstaunter bin ich nun, dass Octahedron mir wirklich gut gefällt. Ich wage sogar zu behaupten, dass das Album in meinen Jahres-Top Ten enthalten sein wird, und derzeit halte ich noch die Füße still, hoffe aber insgeheim, dass sie sogar sehr weit oben stehen wird.

Unsicher bin ich mir auch noch in Bezug auf
avanti! von Miriodor und Ki vom Devin Townsend Project. Es könnte bei beiden Platten so sein, dass ich sie am Ende des Jahres liebe oder aber nie wieder hören möchte.

So, und erwartet werden 2009 von mir neben den genannten Longplayern von SchnAAk und Ulme sowie eventuell von Bros N'Cons und Party Girls noch ganz konkret:

Cougar Patriot (09.08.)
Höre die letzte Platte immer wieder gerne...

Howl 2 EPs tba.
Erwarte sie eigentlich täglich und erwarte auch, dass sie großartig werden.

Keelhaul tba.
Angeblich war da doch was!?

Kiss Kiss The Meek shall inherit what's left (07.07.)
Ich bin zwar durchaus skeptisch, aber ich hoffe, dass sie mich damit doch wieder packen werden...


Schaunmeralsomal...

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07 Juni 2009

A Tant Rêver Du Roi

Bin ja eigentlich nicht so der Franzosen-Gutfinder, aber dieses Label (kurz: ATRDR) kann sehr viel.
Drauf gestoßen bin ich eher zufällig. Im MySpace-Blog von Nervous Cabaret wurde auf die neue Platte der Band TeTsuo hingewiesen, auf der (übrigens neben Dawn McCarthy von Faun Fables) auch NC-Sänger Elyas Khan mitwirkt. Da ich die letzte Platte von Nervous Cabaret im Gegensatz zu den beiden Veröffentlichungen davor gar nicht mehr so doll fand, hatte ich nicht wirklich damit gerechnet, hier etwas zu hören, das mir gefallen könnte. Doch weit gefehlt - aktuell ist Cousu Main mein persönlicher Favorit für die Platte des Jahres 2009! Vielleicht schreibe ich bei Gelegenheit noch etwas mehr zu dem Album, aber jetzt möchte ich eigentlich eher auf das Label und seine fast durch die Bank weg grandiosen Bands hinweisen.

Auf der Homepage des Labels kann man sich mal durchklicken; es gibt viele Gratis-MP3s, und die Preise für die CDs sind alle absolut okay, zumal der Versand schon mit inbegriffen ist (und übrigens sehr fix geht). Hier sind die Bands, die mir besonders gefallen haben:


Noch nicht so sicher bin ich mir im Hinblick auf Sibyl Vane - könnte sein, dass ich mir die nie anhören würde, wenn ich sie hätte; oder aber es würde plötzlich KLICK machen, und ich würde sie lieben. Bestellt habe ich sie noch nicht, aber ich bleibe dran...

n.p.: Kourgane - Heavy
(wütende Franzosen, deren Gesang so klingt wie Helge Schneider, wenn er einen auf Franzose macht)

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05 Juni 2009

Autokennzeichen

OK, hat mit Musik nix zu tun, aber gibt es was Schlimmeres als Leute, die sich ein Wunschnummernschild machen lassen!?!

02 Juni 2009

Demnächst hier...

- mehr Musik!
- weniger Befindlichkeit!

Oder so. Mal sehen...

n.p.: TeTsuo - Aeolians + Between Earth and Moon + Cousu Main
("fantastique!!!" comme nous experts dit - Entdeckung des Jahres und "Cousu Main" neue beste Platte 2009)

06 April 2009

Stimmungsmusik (pt. iii - es sommert morgens im Auto)

Nach langer Zeit mal wieder ein Blog-Eintrag, aber dass das hier nachlassen würde, hatte ich ja vorher schon geahnt. Hat unterschiedliche Gründe, aber das tut jetzt ja auch nichts zur Sache...

Zum Thema: Letzte Woche war es erstmals dieses Jahr so richtig warm und fast schon sommerlich
. Weil sich das in den Tagen zuvor schon angekündigt hatte und der Wetterbericht sich sicher war, war ich es dann auch und nahm morgens eine CD mit ins Auto, deren Inhalt bei mir persönlich für Sommer steht - n.p.: Les Claypool's Fearless Flying Frog Brigade - Live Frogs Set 2.



Bei dieser Live-Aufnahme handelt es sich um eine mehr oder minder 1:1-Aufführung des Albums Animals, das seit jeher meine Lieblingsplatte von Pink Floyd gewesen ist. Interessanterweise jedoch habe ich sie seit Live Frogs Set 2 aber nur noch ein einziges Mal gehört und habe mich dabei doch arg gelangweilt.
Unglaublich, aber wahr - die Frog Brigade-Version klingt in meinen Ohren einfach besser! Die Aufnahme klingt frischer, ist versierter gespielt, und da ich persönlich ohnehin Live-Alben sehr gerne höre, hat sie noch ein weiteres Plus zu bieten. Im direkten Vergleich klingt das Original einfach wie eingeschlafene Füße, und nicht einmal Claypools Gesang kann die Stücke kaputt machen. Im Gegenteil - dass er manchmal sehr bemüht und mtunter auch ein bisschen schief klingt, unterstreicht nur das Herzblut, das er in die Interpretation einer seiner persönlichen Lieblingsplatten steckte, die er als Jugendlicher durch den Bruder seines Kumpels kennengelernt hatte. Er beweist hier außerdem, dass er durchaus auch ein Teamplayer sein kann und sich durch seine beknackte Art und sein einzigartiges Bassspiel nicht immer in den Vordergrund spielen muss.

Was das alles mit Sommer zu tun hat?

OK, also - ich weiß nicht genau, wann es passiert ist, aber irgendwann vor ein paar Jahren hörte ich dieses Album, während ich gerade zur Arbeit vor. Es war ein ein lauer Sommermorgen (ca. halb acht), es roch durchs offene Fenster nach gemähtem Gras und Blüten, und in meinem Rückspiegel ging die Sonne auf. Irgendwie hat sich dieses Drumherum in meinem Gehirn mit der Musik verbunden, und so kommt es, dass ich diese Platte vor allem dann gerne höre, wenn die Begleitumstände ähnlich sind, d.h. es muss morgens sein, es muss sommerlich sein, es muss im Auto sein - diese Mixtur macht Live Frogs Set 2 für mich zu einem perfekten Ensemble, mit dem ein unbeschreiblich leichtes Gefühl verbunden ist. Fakt ist, dass ich diese Platte sonst kaum höre, Im Winter schon mal gar nicht, denn diese Musik ist Sommer, Morgen und Auto!

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10 März 2009

temporarily disconnected

Bin da gerade was am planen dran. Nee, im Ernst - geht im Moment nicht...

n.p.: Elderly Statesmen - Exchanging Gifts
(CD noch zu neu, als dass ich einen Kommentar abgeben könnte)