04 November 2009

Nachtrag: TeTsuo

ohne Worte

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16 Oktober 2009

Endlich mal: TeTsuo - Cousu Main

OK, jetzt habe ich mich lange genug geziert, etwas über meine Lieblingsplatte des Jahres zu schreiben. Und bevor The BQE von Sufjan Stevens tatsächlich noch diese Position einnimmt (es sieht nämlich gerade fast so aus), sollte ich noch schnell loswerden, warum ich das hier schon mehrfach erwähnte Album Cousu Main so gut finde.

Wie ich zu TeTsuo (und damit zu ATRDR) gekommen bin, habe ich ja schon mal gesagt. Wer Nervous Cabaret kennt und mag, sollte nicht nur aufgrund von Elyas Khans Mitwirkung mal 'reinhören, denn grundsätzlich sind die Bands musikalisch wohl in einer ähnlichen Ecke zuhause.
Mit Dawn McCarthy von Faun Fables ist zudem ein noch prominenterer Gast dabei, und auch diese Band kann herangezogen werden, um TeTsuo in etwa einordnen zu können.
Weitere Namen, die in Rezensionen immer wieder auftauchen, sind Dresden Dolls, Mr Bungle, PJ Harvey, Danny Elfman sowie Radiohead. Spätestens jetzt wird es aber unübersichtlich, denn manche davon passen mehr als andere, weswegen ich sie hier eigentlich eher nicht noch einmal ausbreiten möchte (und am besten erwähne ich gar nicht mehr, dass ich manchmal auch an New Model Army denken muss).

Also, was denn jetzt?

Fange ich mal beim Personal an: TeTsuo sind ein Schlagzeuger (Alexis Toussaint) und ein singender Gitarrist (Arnaud Millan). Klavier und Keyboards spielen beide auch mal ab und an. Darüber hinaus gibt es hier und da noch eine Reihe von Gästen.
Natürlich macht diese Duo-Besetzung ihre Musik eher bass-arm, aber der daraus resultierende manchmal etwas dünne Sound gehört für mich mit zum Gesamtkonzept. Selbst die Stücke, in denen viele Gäste mit vielen Instrumenten zu hören sind, klingen nämlich so, als könnten sie am Ende auch alleine von den beiden Franzosen dargeboten werden.
Die Musik klingt intim und kunstvoll, überdreht und doch eingängig, verschroben und poppig zugleich. Die beiden klingen nach Bühne, und zwar nach einer kleinen Theater- und Varietébühne; ich könnte mir das ganze auch gut in einem Zeltlager mit knisterndem Feuer vorstellen.


Tatsächlich zieht sich vom ersten bis zum letzten Ton eine eigentümliche Atmosphäre durch Cousu Main, die ich nach wie vor schlecht in Worte fassen kann, was wohl auch der Grund dafür ist, warum ich diesen Beitrag hier so lange vor mir hergeschoben habe.

Cousu Main ist Pop, Folk, Punk, Jazz, (Post-) Rock, Cabaret, aber vor allem ist Cousu Main eine für mich einzigartige Platte, die ich gerne einmal live aufgeführt zu mir nehmen würde.
Wer weiß - die Band hat ernsthaft vor, 2010 mal außerhalb von Frankreich zu spielen. Ich glaube, dafür würde ich durchaus auch ein paar Kilometer fahren. Ich drücke auf jeden Fall die Daumen, dass es klappt!


P.S.: Während ich das so schreibe und dabei das Album höre, bezweifle ich übrigens gerade, dass Sufjan Stevens die beiden 2009 wirklich noch abhängen kann!

n.p.: TeTsuo - Cousu Main (s.o.)

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21 September 2009

Frankreich, mon amour!

Mensch, das nimmt ja kein Ende mit den tollen Franzosenbands!

Zuerst erfahre ich, dass TeTsuo offenbar ernsthaft mit dem Gedanken spielen, nächstes Jahr mal nach Dland zu kommen, und dann treffe ich beim Upsilon Acrux-Konzert in Maastricht diese beiden niedlichen Typen von XHOHX und komme mit ihnen ins Gespräch über die von mir so verehrte Musikszene in Pau/Frankreich.
Basser/Sänger Calo ging fast vor mir auf die Knie, als ich dieses Thema aufbrachte, zerrte mich gleich zu seinem CD-Koffer und zog CDs von Kourgane, TeTsuo und Calva 'raus. Ich so: "I have it. It's awesome. Yeah, this one is great, too. Yes, I have it. Oh, and this one - I also have this one." Mit jedem "I have it" leuchteten seine Augen mehr, und ich hatte schon Angst, dass er mir gleich einen Zungenkuss verpasst.

Naja, wie dem auch sei - daraufhin zieht er eine CD von seiner Band aus dem Koffer, eine von Ghotul sowie eine von Rectus und radebricht auf Franko-Englisch: "Yu can 'ave dem all. Take dem."
Ganz der Snob, der ich nun mal bin, bedankte ich mich zwar artig, versprach mir aber nicht wirklich viel von den Platten, zumal die Cover bis auf
Ghotul wirklich kacke aussahen.



Am folgenden Tag wanderte die Ghotul dann auch als erstes in den Player...

Soso, ein 45-minütiger Track? Da habe ich jetzt aber gar keinen Bock drauf. Wieder 'raus damit und Rectus 'rein...

WTF!?! Wie geil ist das denn bitteschön!?! Ab-die-Post-Jazzcore (sie nennen es Hard-Zeuhl), dass es eine wahre Freude ist - herrlich!

In die Ghotul habe ich mittlerweile zumindest kurz 'reingehört - klingt auch hammergut, aber da brauche ich wohl etwas mehr Zeit für; außerdem will ich wieder Rectus hören!!!

Die XHOHX habe ich natürlich auch mal eingelegt. Die waren live ja schon etwas bizarr mit ihrem angedeuteten Corpsegrind und Drumcomputerbegleitung, von daher erwartete ich auf Konserve nichts, was mich umhauen würde. Die Platte ist aber ebenfalls erstaunlich gut, wenngleich der Drumcomputer auch hier irgendwie nervt, die ganze Angelegenheit aber auch irgendwie wieder sehr eigen macht.
Muss ich auch noch öfter hören, um mir wirklich ein Urteil darüber zu erlauben. Als nächstes ist auf jeden Fall ein Album mit Schlagzeuger aus Fleisch und Blut geplant - mal sehen, ob die ganze Sache dadurch nicht sogar etwas an Charme verliert...

Ist aber auch ganz egal - Rectus alleine sind schon wieder so eine unverhofft geile Entdeckung, wie sie mir in den letzten vier Jahren glücklicherweise öfter zugestoßen sind. Was das angeht, stehen in diesem Jahr auf jeden Fall die Franzosen ganz weit oben in meiner Gunst!

Merci!

n.p.: Rectus - Evghenebur N'Ebenok Nef (WHOAH!!!)

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07 Juni 2009

A Tant Rêver Du Roi

Bin ja eigentlich nicht so der Franzosen-Gutfinder, aber dieses Label (kurz: ATRDR) kann sehr viel.
Drauf gestoßen bin ich eher zufällig. Im MySpace-Blog von Nervous Cabaret wurde auf die neue Platte der Band TeTsuo hingewiesen, auf der (übrigens neben Dawn McCarthy von Faun Fables) auch NC-Sänger Elyas Khan mitwirkt. Da ich die letzte Platte von Nervous Cabaret im Gegensatz zu den beiden Veröffentlichungen davor gar nicht mehr so doll fand, hatte ich nicht wirklich damit gerechnet, hier etwas zu hören, das mir gefallen könnte. Doch weit gefehlt - aktuell ist Cousu Main mein persönlicher Favorit für die Platte des Jahres 2009! Vielleicht schreibe ich bei Gelegenheit noch etwas mehr zu dem Album, aber jetzt möchte ich eigentlich eher auf das Label und seine fast durch die Bank weg grandiosen Bands hinweisen.

Auf der Homepage des Labels kann man sich mal durchklicken; es gibt viele Gratis-MP3s, und die Preise für die CDs sind alle absolut okay, zumal der Versand schon mit inbegriffen ist (und übrigens sehr fix geht). Hier sind die Bands, die mir besonders gefallen haben:


Noch nicht so sicher bin ich mir im Hinblick auf Sibyl Vane - könnte sein, dass ich mir die nie anhören würde, wenn ich sie hätte; oder aber es würde plötzlich KLICK machen, und ich würde sie lieben. Bestellt habe ich sie noch nicht, aber ich bleibe dran...

n.p.: Kourgane - Heavy
(wütende Franzosen, deren Gesang so klingt wie Helge Schneider, wenn er einen auf Franzose macht)

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